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Strategie zur Vermarktung von großen Ferkelpartien - Praxiserfahrungen

Franz-Josef Eling vom Erzeugerring Westfalen stellte angesichts der Notwendigkeit für die Ferkelerzeuger, große und damit wirtschaftliche Ferkelpartien zu erzeugen, um konkurrenzfähig zu bleiben, Möglichkeiten vor, wie dieses Ziel auch von kleineren und mittleren Betrieben erreicht werden kann. Zum einen nannte er die Anpassung an verschiedene Absetzrhythmen, die bei entsprechender Planung zu größeren gleichaltrigen Ferkelpartien führen würden. Die Umstellung auf einen zwei-, drei- oder vierwöchigen Rhythmus bei den Abferkelungen müsse aber betriebsindividuell durchdacht werden, da die dadurch entstehenden Arbeitsspitzen personell und zeitlich bewältigt werden müssten.

Franz-Josef Eling vom Erzeugerring Westfalen eG
Franz-Josef Eling vom Erzeugerring Westfalen eG 

Die Kooperation mehrerer Ferkelerzeuger sei eine weitere Möglichkeit, größere Ferkelpartien liefern zu können. Als Beispiel stellte er verschiedene Kooperationsmöglichkeiten unter Ferkelerzeugern und Mästern vor, die Betriebe im Erzeugerring Westfalen schon jetzt mit Erfolg praktizieren und die durch diese Absatzsicherung die jetzige wirtschaftlich schwierige Zeit recht gut überstehen:

  • Drei Ferkelerzeuger mit gemeinsamer Ferkelaufzucht beliefern mehrere Mäster.
  • Drei Ferkelerzeuger betreiben zwei Aufzuchtställe und liefern an mehrere Mäster.
  • Zwei Ferkelerzeuger betreiben gemeinsame Ferkelaufzucht und beliefern einen Mäster.
  • Kooperation von drei Ferkelerzeugern und zwei Mästern.
  • Ein Ferkelerzeuger mit angeschlossener Ferkelaufzucht beliefert zwei Mäster.
  • Mäster mit vorgelagerter Aufzucht arbeitet mit einem Ferkelerzeuger zusammen.

Wichtig sei bei solchen Kooperationen, dass man sich gut aufeinander abstimmen müsse, betonte Eling. Alle Maßnahmen zur Tiergesundheit wie Impfungen und Entwurmungen müssten bei den Ferkelerzeugern gleichgeschaltet werden, am besten funktioniere dies, wenn alle Beteiligten einer Kooperation den gleichen Hoftierarzt haben. Und auch die Genetik bei den Ferkelerzeugern müsse auf lange Sicht angeglichen werden, die Jungsauen sollten idealerweise sogar aus einem Vermehrungsbetrieb stammen. Dies alles sei wichtig, um einen einheitlichen Gesundheitsstatus und einheitliche Mastleistungen gewährleisten zu können, was der Mäster nun mal wünsche. Wenn miteinander gesprochen werde und Maßnahmen und Strategien gemeinsam geplant und entschieden würden, funktionierten diese Kooperationen sehr gut, so Eling. Zu bedenken sei allerdings, dass auch das Wachstum der Betriebe nur gemeinsam möglich sei, darüber müsse man sich im Vorfeld im Klaren sein.



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